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Wie löst man das Aufschlagproblem bei den Profis?

Der Aufschlag ist im Padel immer ein Diskussionsthema. Er ist für die Spieler deutlich einfacher als der Tennisaufschlag – der jahrelanges Training erfordert – und stellt letztendlich ein größeres Problem für die Schiedsrichter dar, zumindest auf professioneller Ebene. Während Fußfehler manchmal schwer zu beurteilen sind, liegt das eigentliche Problem in der Höhe, in der der Ball geschlagen wird.

Rodrigo Coello beim Aufschlag
Aufschlag Rodrigo Coello

Eine schwer anzuwendende Regel


Das internationale Regelwerk besagt, dass der Kontakt zwischen Schläger und Ball unterhalb der Taille erfolgen muss. Auf dem Papier klingt diese Regel nicht besonders kompliziert, aber in der Praxis ist es weitaus schwieriger, als es scheint.


Mit Kleidung, Geschwindigkeit, manchmal ungünstigen Lichtverhältnissen und der Entfernung zwischen dem Stuhl und dem Spielfeld ist es für den Schiedsrichter nie einfach zu erkennen, ob der Ball unterhalb der Taille des Aufschlägers getroffen wurde.


Zudem versuchen die Spieler, die Rückschläge ihrer Gegner so schwierig wie möglich zu machen, indem sie den Ball so hoch wie möglich treffen, selbst wenn sie dabei manchmal etwas übertreiben.


Was kann man tun, um die Probleme zu vermeiden?


In den letzten Jahren gab es zahlreiche Kontroversen rund um den Aufschlag, mit zeitintensiven Videoüberprüfungen, Schiedsrichterfehlern und frustrierten Spielern.


Derzeit scheint es keine Wunderlösung zu geben, aber dennoch tauchen einige Ideen auf.


Eine davon wäre, auf einen einzigen Aufschlag umzustellen. Anstatt der zwei Aufschläge, die den Spielern derzeit zur Verfügung stehen, gäbe es nur einen. Ein Fußfehler oder ein zu hoher Aufschlag würde sofort zum Punktverlust führen. Dies könnte vielleicht diejenigen entmutigen, die dazu neigen, beim ersten Aufschlag die Regeln zu umgehen. Außerdem würde es das Spiel etwas flüssiger machen, auch wenn Fehler beim ersten Aufschlag im Padel weitaus seltener sind als im Tennis.


Technologische Hilfe?


Eine andere Möglichkeit, die übrigens nicht mit der ersten unvereinbar ist, wäre die Einführung eines technologischen Hilfsmittels, um genau zu wissen, wann der Aufschlag gut und wann er schlecht ist. Ähnlich wie der Let-Sensor im Tennis könnte man sich ein Signal vorstellen, das ertönt, wenn der Spieler den Ball zu hoch schlägt. Es ist jedoch fraglich, ob eine solche Lösung kurzfristig realisierbar ist, da sie entsprechende Technologie erfordert. In den letzten Monaten hat sich gezeigt, dass das Foxtenn-System noch nicht vollständig ausgereift ist...


Bis dann alles in Bruchteilen einer Sekunde präzise beurteilt wird, stellt sich die Frage, was die FIP bzw. die Landesverbände, tun können, um problematische Situationen beim Aufschlag zu verringern bzw. auszuschließen. Ideen?


 



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