Premier Padel führt die offizielle Shot Clock ein: Verbesserte Zeitkontrolle ab Riad P1
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Ein weiterer Schritt zur Professionalisierung der Tour
Premier Padel arbeitet weiterhin daran, den Spielablauf zu modernisieren und die Dauer der Matches besser zu kontrollieren. Ziel ist es, die Spieldauer zu verkürzen und die Dynamik der Turniere für Zuschauer und Medien flüssiger zu gestalten. Nach der Einführung des „Golden Point“ folgt nun bereits beim ersten Turnier der Saison 2025 der nächste bedeutende Schritt: die offizielle Shot Clock, die erstmals sichtbar auf den Courts eingesetzt wird.
Eine Stoppuhr soll das Tempo der Matches erhöhen
Beim Riad P1 war sie bereits deutlich zu sehen: Premier Padel und die Internationale Padel-Föderation (FIP) haben begonnen, Countdown-Zähler direkt an den Spielfeldern zu installieren. Diese Stoppuhren sollen die Zeit zwischen den Ballwechseln, bei Seitenwechseln und am Ende von Sätzen präzise regeln. Damit sollen absichtliche Verzögerungen verhindert und das Gesamttempo der Spiele deutlich erhöht werden.
Die Einführung erfolgt nicht nur als einmaliger Test, sondern soll schrittweise bei allen Turnieren der Tour umgesetzt werden. Premier Padel verfolgt damit klar das Ziel, den Rhythmus der Matches konsistenter zu gestalten. Gerade im internationalen TV-Kontext spielt eine bessere Planbarkeit der Spielzeiten eine immer größere Rolle.
Was die FIP-Verordnung konkret festlegt
Grundsätzlich sind Zeitlimits im Padel-Regelwerk nicht neu, denn die FIP hat bereits seit längerem feste Vorgaben definiert. Neu ist jedoch, dass diese Regeln nun konsequent überwacht und sichtbar durchgesetzt werden sollen. Die Shot Clock dient somit vor allem dazu, die Einhaltung der bestehenden Zeitfenster strikt zu kontrollieren.
So bleibt das Aufwärmen auf drei Minuten begrenzt, während zwischen zwei Punkten maximal 20 Sekunden vergehen dürfen. Seitenwechsel sind auf 90 Sekunden festgelegt, und am Ende eines Satzes sind 120 Sekunden Pause erlaubt. Auch im Tiebreak gelten strengere Vorgaben, da dort der Seitenwechsel nur 20 Sekunden dauern darf.
Welche Strafen drohen bei Zeitüberschreitungen?
Die FIP sieht bei Regelverstößen ein abgestuftes Sanktionssystem vor, das schrittweise verschärft wird. Beim ersten Vergehen bleibt es zunächst bei einer offiziellen Verwarnung. Wiederholt sich die Verzögerung, kann dies bereits sportliche Konsequenzen haben, etwa durch den Verlust des ersten Aufschlags, wenn das betreffende Paar serviert.
In weiteren Fällen kann auch direkt ein Punktverlust ausgesprochen werden, insbesondere wenn das Paar nicht im Aufschlag ist. Bei wiederholten oder besonders schweren Verstößen können sogar mehrere Punkte hintereinander aberkannt werden. In extremen Situationen sind zusätzliche Sanktionen bis hin zur Disqualifikation nicht ausgeschlossen.
Gleichzeitig behält der Schiedsrichter einen gewissen Ermessensspielraum. Externe Faktoren wie Lichtprobleme, Publikumsreaktionen oder andere Störungen können berücksichtigt werden, wenn eine sofortige Spielfortsetzung nicht möglich ist. Die Regel soll also streng, aber nicht blind angewendet werden.
Strengere Umsetzung statt radikaler Regeländerung
Insgesamt verändern sich die Vorschriften inhaltlich nur geringfügig, abgesehen von der verkürzten und stärker kontrollierten Aufwärmphase. Entscheidend ist vielmehr, dass Premier Padel und die FIP künftig deutlich konsequenter auf die Einhaltung der Zeitlimits achten wollen. Die Shot Clock macht diese Kontrolle für Spieler und Zuschauer sichtbar und schafft neue Verbindlichkeit.
Mit dieser Maßnahme sendet die Tour ein klares Signal: Premier Padel will sich weiter professionalisieren, die Spieldauer harmonisieren und die Attraktivität der Übertragungen erhöhen. Der Sport soll schneller, klarer und moderner präsentiert werden. Riad P1 markiert damit den Beginn einer neuen Phase, in der Zeitmanagement ein fester Bestandteil des Spitzenpadels wird.






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