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Sofia Araújo: „Ich träume davon, die Nummer 1 der Welt zu werden – nichts ist unmöglich“

  • vor 10 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Mit 31 Jahren sieht sich Sofia Araújo offensichtlich noch lange nicht am Limit. Im Premier-Padel-Podcast Bandeja hat die Portugiesin über ein Ziel gesprochen, zu dem sie ohne Umschweife steht: eines Tages die Nummer 1 der Welt zu sein. Ein gewaltiger Anspruch für eine Spielerin, die bereits Weltranglistenplatz sechs erreicht und drei Titel auf der Premier-Padel-Tour geholt hat.

Sofia Araújo nimmt im Damen-Padel eine Sonderrolle ein. Die in Lissabon geborene Linksseiten-Spielerin hat sich dauerhaft in einer Elite etabliert, die historisch von Spanierinnen und Argentinierinnen dominiert wird.

Ihr offizielles FIP-Profil weist als Karrierebestwert Rang sechs aus, dazu drei Premier-Padel-Titel und mehr als 120 Siege auf der Tour. Stand 14. August 2026 steht sie auf Weltranglistenplatz acht. Als Endpunkt betrachtet Araújo diesen Erfolg allerdings nicht.

„Jeder Sportler träumt davon, der Beste zu sein“

Träumst du noch davon, Weltranglistenerste zu werden?

Sofia Araújo: „Ohne jeden Zweifel. Ich glaube, am Ende träumt jeder Sportler davon, in seiner Disziplin der Beste zu sein. Ich weiß, dass es sehr schwer ist, ich weiß, dass wir alle dieses Ziel haben – aber ich will nicht lügen: Ja, ich habe es.“

Die Portugiesin verharmlost die Größe der Aufgabe nicht. Sie weigert sich aber auch, Platz eins als unerreichbar abzuhaken.

Sofia Araújo: „Ich weiß, dass es sehr kompliziert ist. Aber ich glaube, dass in diesem Leben nichts unmöglich ist – und ich werde dafür kämpfen, dorthin zu kommen.“

Drei Premier-Padel-Titel und eine Sonderstellung

Araújo hat drei Premier-Padel-Titel auf dem Konto. Die ersten beiden gewann sie 2024 gemeinsam mit Marta Ortega – in Genua und in NewGiza. Die FIP bestätigte zum Saisonende, dass das spanisch-portugiesische Duo beide P2-Turniere für sich entschieden hatte.

Der dritte folgte 2025 in Bordeaux, diesmal an der Seite von Andrea Ustero. Araújo/Ustero schlugen im Finale Bea Caldera/Carmen Goenaga mit 7:5, 2:6, 6:2. Für Ustero war es der erste Premier-Padel-Titel überhaupt, für Araújo der dritte.

Diese Erfolgsbilanz hat eine Besonderheit, auf die der Interviewer sie anspricht: Araújo hat auf der Tour gewonnen, ohne einer der beiden großen historischen Padel-Nationen des Damensports anzugehören.

„Ich bin die Außenseiterin“

Bedeutet dieser Sonderstatus mehr Druck oder mehr Stolz?

Sofia Araújo: „Ich bin ehrlich, ich glaube, es gibt gute und schlechte Seiten. Das Gute ist, wie du sagst: Ich bin die Außenseiterin. Ich bin die Einzige inmitten so vieler Spanierinnen und Argentinierinnen. Natürlich gibt es französische Spielerinnen und viele aus anderen Ländern, und das ist sehr gut für unseren Sport.“

Sofia Araújo: „Aber in den Top 10 bin ich die Einzige, und das macht mich auch sehr stolz, denn am Ende ist es meine Arbeit. Ich weiß, was ich gelitten habe, um hier zu sein.“

Virginia Riera als entscheidende Etappe

Vor den Titeln, vor den Top 10 und vor den Ambitionen auf Platz eins musste Araújo mehrere Stufen nehmen. Im Interview kommt sie auf ihre Partnerschaft mit Virginia Riera und die ersten bedeutenden Ergebnisse auf höchstem Niveau zurück.

Ab wann hast du gespürt, dass all die Opfer dich wirklich in die Elite führen können?

Sofia Araújo: „Als ich meine ersten Viertelfinals mit Vir gespielt habe. Da merkst du, dass deine ganze Arbeit anerkannt wird, dass du endlich die Früchte erntest.“

Sofia Araújo: „Nach und nach hältst du dich fest, hast auch Spaß, arbeitest im Glauben daran, dass du es schaffen kannst. Und genau das mache ich weiter.“

Dann folgt ein Satz, der wohl erklärt, warum sie mit 31 weiter offen über Platz eins spricht.

Sofia Araújo: „Ich glaube, ich habe dem Padel noch etwas zu geben. Ich glaube, ich kann mich verbessern, ich habe enorm viel, woran ich arbeiten muss – und ich werde versuchen, jeden Tag alles zu geben.“

Ein schwieriges, aber bewusst gewähltes Ziel

Der Weg bleibt riesig. Das Damen-Padel ist extrem dicht geworden, und Araújo räumt das im Interview selbst ein. Doch genau diese Konkurrenz scheint ihre Haltung zu nähren: Sie beansprucht keinen Favoritenstatus auf Platz eins – sie sagt lediglich, dass sie sich weigert, die Idee aufzugeben.

Ihre Laufbahn liefert ihr einige Argumente: Weltranglistenplatz sechs, drei Premier-Padel-Titel mit zwei verschiedenen Partnerinnen und seit mehreren Saisons ein fester Platz unter den besten Spielerinnen der Welt. Mit 31 Jahren will Sofia Araújo deshalb nicht zurückblicken. Ihr größtes Ziel liegt weiter vor ihr: die Nummer 1 der Welt zu werden.

Die Aussagen stammen aus dem Premier-Padel-Podcast Bandeja, aufgezeichnet beim BNL Italy Major 2026 in Rom.

Quelle: Le Padel Magazine (padelmagazine.fr): Originalartikel

 
 
 

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